In der Fotomontage: Die geplante neue LLB-Bushaltestelle «Zär Sagu» mit Autoeinstellhalle und einem Dienstleistungstrakt der Gemeinde

Neubau einer Bushaltestelle mit einem kleinen Dienstleistungstrakt, das schnelles Internet für alle Haushalte und Zweitwohnungen und die mögliche Überführung des gemeindeeigenen Dorfladens in einer Genossenschaft: Gleich drei Mal haben die Albiner Bürgerinnen und Bürger am Dienstagabend an der Urversammlung die Weichen für wichtige Projekte gestellt.

Die Ur- und Burgerversammlung war unter den gegebenen Pandemie-Umständen gut besucht und trotz Maskenpflicht gab es auch angeregte und kontroverse Diskussionen.

Jeweils einstimmig gutgeheissen wurden die Budgets 2021 der Einwohner- und Burgergemeinde. Die Einwohnergemeinde rechnet im kommenden Jahr in der laufenden Rechnung mit Einnahmen von 2.457 Mio. Franken und inklusive 470’000 Franken Abschreibungen und 200’000 Franken Wohnbau- und Familienförderung mit 2.926 Mio. Franken Ausgaben. In der Investitionsrechnung sind die Bruttoinvestitionen mit 1.212 Mio. Franken veranschlagt.

Mehr Sicherheit und Komfort

Der grösste Teil davon, nämlich 700’000 Franken, fliesst in die erste Etappe für den Neubau der Bushaltestelle «Zär Sagu», mit der die heute nicht gewährleistete Verkehrssicherheit am Dorfeingang verbessert und der Umsteigekomfort für die LLB-Busreisenden auf den Linien Leuk -Albinen und Leukerbad – Albinen erhöht werden soll. Nach längeren Vorabklärungen und Umzonungsverfahren gab die Urversammlung nun einstimmig bei zwei Enthaltungen definitiv grünes Licht für die Einreichung des Baugesuches und den Bau der Anlage. Ein Verpflichtungskredit von 1.5 Mio. Franken wurde bereits 2019 bewilligt.

FTTH-Anschluss für alle

Ebenfalls einstimmig wurde zwei, weitere wegweisende Entscheidungen getroffen:

  • In der vierten Ausbau-Phase 2024 – 2028 von Swisscom und DANET soll das Glasfasernetz auch in Albinen endlich realisiert werden. Neu ist, dass das schnelle Internet «Fibre to the home» (FTTH) auch in allen Zweitwohnungen im Dorfgebiet installiert werden soll. Die Gemeinde leistet dazu zusätzlich einen Zweitwohnungsbeitrag von 132’874 Franken oder 15 % des DANET-Kostenanteils. Insgesamt wird sich Albinen mit 217’924 Franken an den FTTH-Gesamtkosten von 1.771 Mio. Franken beteiligen.
  • Bis im kommenden Juni soll geprüft werden, ob der Dorfladen, der seit 2015 als Gemeindebetrieb geführt wird, allenfalls einer breit abgestützte Dorf-Genossenschaft übertragen werden soll. Ziel wäre es, damit noch mehr Kunden und Unterstützer zu finden, um den wichtigen Dorfladen längerfristig zu sichern.